Täuferanlass
Täufer damals...
Wie weit sollen Reformen gehen? Diese Frage zog sich als roter Faden durch die Ausführungen Walter Freis, Kenner alter Täufergeschichten in St. Gallen. Eine beispiellose Welle des Aufbruchs erfasst im 16. Jahrhundert auch St. Gallen: Junge Frauen rufen bar jeder Kleidung zur Busse auf, gegen die Hälfte der Stadtbevölkerung lässt sich bei Chräzern an der Sitter taufen, ein schwärmerischer Täufer lässt sich von seinem Bruder ermorden, überzeugt, Jesus damit in den Tod zu folgen.
...Taufe heute
Die Überzeugung, sich erst taufen zu lassen, wenn man sich klar zum Glauben bekennt, war den Täufern gemeinsam. Und ist es bis heute. So war es auch der persönliche Wunsch von Martina Bernegger, die – ursprünglich katholisch – sich vor einigen Jahren in der Sitter taufen liess und die Baptistengemeinde Bild in St. Gallen besucht. Ihre persönlichen Ausführungen schlugen den Bogen zur Gegenwart und rundeten den Ausflug des Netzwerks Junge Erwachsene ab.
Nackte Hundertschaften und Brudermord
Am 29. August begaben wir uns auf die Spuren der Täufer St. Gallens an der Wende vom Mittelalter zur Neuzeit. Der Theologe Walter Frei, Kenner denk-würdiger Täufergeschichten und Erinnerungsstätten in der Stadt St.Gallen und ihrer Umgebung, berichtete von Hunderten Nackten im Sittertobel und dem beispiellosen Brudermord.
Mehr zu seinen Führungen findest du hier:
http://www.stgaller-geschichten.org


